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Sport als Droge

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Sport als Droge

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Auch Sport kann süchtig machen! Es wird häufig darüber berichtet, dass die Bevölkerung zu wenig Sport betreibt und so viele an Übergewicht, Unausgeglichenheit, Gesundheitlichen Problemen und Depressionen leiden.

Definition Bearbeiten

Aber mittlerweile wurde wissenschaftlich bewiesen, dass auch einige zu viel Sport betreiben. Exzessiver Sport (Sport in zu hohem Maße) kann nicht nur abhängig machen, sondern auch zu Entzugserscheinungen führen. Dies fanden Forscher an einem Amerikanischen Institut in Massachusetts am Beispiel von übertrainierten Ratten heraus, die sie auf „Sportentzug“ setzten.

Diagnose Bearbeiten

Man kann von Sportsucht sprechen, wenn:

- die Betroffenen ihre Leistungen ständig erhöhen müssen, um die „schöne“ Erschöpfung nach dem Training immer wieder zu erleben

- Schmerzen und Verletzungen ignoriert werden, aber trotzdem hartes Training fortgeführt wird

- Alle Pflichten (Haushalt, Beruf, Familie, etc.) vernachlässigt werden um Sport zu treiben

- Entzugserscheinungen auftreten: Depression, Aggression, Nervosität, Lustlosigkeit, etc.

Anfangsphase Bearbeiten

Bei der Entwicklung dieser Sucht wird vermutet, dass die Ablenkung von Alltagsproblemen eine große Rolle spielt. Denn die Sportler konzentrieren sich bei körperlichen Anstrengungen nur auf das Hier und Jetzt und vergessen alles andere um sich herum. Diesen Zustand der „völligen Zufriedenheit“ wollen die Sportler immer wieder erfahren und überstrapazieren ihren Körper in hohem Maße. Ein weiterer Faktor könnte die Verminderung der Ängstlichkeit eines Menschen sein. Denn Sportliche Erfolge heben das Selbstwertgefühl, gleichen Depressionen aus und wandeln über den Tag „hängen gebliebene“ Probleme in Energie um. Auf die Seele wirkt dies wie eine Droge und versetzt den Körper in eine Art Rausch. Für diese Theorie spricht, dass besonders unsichere Menschen an der Sportsucht leiden.

Folgen Bearbeiten

- frühzeitiger Verschleiß von Knochen, Bändern und Sehnen

- Verlust lebenswichtiger Körperfette
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- Hormonstörungen

- Bei Frauen mit Magersucht oder Bulimie:

- Ausbleiben der Regelblutung

- Osteoporose (Knochenschwund)

- Bei Kalorienverbrauch ohne ausreichende Nahrungszufuhr:

- Körper baut Muskeln ab

- sinken der Leistungsfähigkeit

Therapie Bearbeiten

Die Sportsucht darf nicht unterschätzt werden. Sie ist, so wie jede andere Sucht, gefährlich und geht an die Substanz des Körpers. Da die Betroffenen ihre Sportlichen Leistungen nicht aus eigener Kraft reduzieren können, sollten sie sich an einen Psychotherapeuten wenden. Mit ihm zusammen wird überlegt, welche Therapie sich für den Betroffenen eignet, denn die Ursache und Ausprägung der Sportsucht ist bei jedem Individuum eine andere und muss dementsprechend anders behandelt werden. Durch Gespräche versuchen die Therapeuten mit den Betroffenen, die Ursachen des Suchtverhaltens zu entschlüsseln und so schließlich die Abhängigkeit zu lösen. Die Patienten können eine psychologische Beratungsstelle aufsuchen oder sich an einen praktizierenden Sportpsychologen wenden. Ist der Betroffene bereits an drastischen körperlichen Folgeerscheinungen erkrankt, wird er in einer psychosomatischen Klinik stationär aufgenommen und behandelt.

Vorgänge im Gehirn Bearbeiten

Sport als Droge verändert die Sinneswahrnehmungen. Das Gefühl für Zeit, Hunger, Durst, Müdigkeit und die Wahrnehmung von Kälte und Wärme wird vorübergehend ausgeblendet. Im extremen Fall kann der Betroffene auch an Depressionen leiden oder verrückt werden.

Am Anfang passt sich das Gehirn auf den hohen Sportkonsum an und so verändern die Nervenzellen zunächst ihren Erregungszustand. Eben genanntes heißt, dass das Gehirn dem Körper signalisiert, dass dieser immer mehr Sport ertragen kann, je mehr er trainiert. Erst dann spürt er wieder die „schöne Erschöpfung“.

Nach kurzer Zeit ändert sich auch Art, Menge und Zusammensetzung zahlreicher Biomoleküle, die an der Übertragung von Signalen an das Gehirn beteiligt sind. Schließlich können sich bei längerem Sportkonsum auch die Verknüpfungen der Nervenzellen untereinander wandeln. Ignoriert man Anzeichen einer Sucht und trainiert ununterbrochen weiter, ohne für gewisse Einschränkungen bereit zu sein, kann es sogar zu Veränderungen bestimmter Hirnteile kommen.

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