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Marihuana

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Bauen eines Joint mit Tip

Marihuana ist eine grüne oder graue Mischung aus getrockneten, fein gehäckselten Blüten und Blättern der Hanfpflanze (Cannabis sativa). Die wesentliche aktive chemische Substanz in Marihuana, die auch in anderen Formen von Cannabis auftaucht, ist THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol).

Von den ungefähr 400 verschiedenen chemischen Substanzen, die in der Cannabis-Pflanze gefunden werden, beeinflusst THC das Gehirn am meisten. Es ist wahrscheinlich die am meisten illegal verwendete Droge auf der Welt. Sie ist auch als Gras oder Hasch bekannt.

AnbauBearbeiten

Der private Anbau von Cannabis ist in Deutschland grundsätzlich untersagt - es sei denn, hierbei handelt es sich um ein wissenschaftliches Projekt oder es besteht ein sonstiges (legales) öffentliches Interesse. Ist dieses nicht eindeutig nachzuweisen, ist der illegale Anbau von Marihuana ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Sogar der Besitz der THC-freien Samen ist seit Februar 1998 strafbar, wenn den Umständen nach angenommen werden kann, dass die Samen zum unerlaubten Anbau bestimmt sind. Eine Ausnahme gilt nur für bestimmte zertifizierte Industriehanfsorten mit maximal 0,2 % Tetrahydrocannabinol (THC), die unter bestimmten Bedingungen von Landwirten (aber nicht von anderen Privatpersonen) legal und genehmigungsfrei angebaut werden dürfen. Dieser Anbau ist dann meldepflichtig. Die gesetzlichen Regelungen sind bei Cannabis unverhältnismässig streng, ist doch der Besitz von zur Schlafmohnproduktion (Opium, Heroin) geeigneten Samen legal. Der Anbau geringer Mengen Schlafmohn (Papaver somniferum) im eigenen Garten wird praktisch nie verfolgt, obwohl er theoretisch ohne Erlaunis strafbar ist und Schlafmohn den selben Abkommen unterworfen ist wie Cannabis. Engelstrompete oder Bilsenkraut, zwei Nachtschattengewächse deren halluzinogene Wirkstoffe manchmal zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen, dürfen straffrei angebaut werden. Nur Cannabis, das weder körperlich abhängig macht noch zu Vergiftungen führt, ist komplett verboten, sofern man keine Sondergenehmigung von der Bundesopiumstelle hat. Sogar Krebs-, AIDS- und Multiple Sklerose-Patienten, deren Leiden Cannabis lindern könnte, wird diese Sondergenehmigung verweigert. Außer dem einem bekanntem Fall eines Tourette-Syndrom erkrankten Menschen. Das Marihuana wird meist in den sogenannten Grow-houses oder Grow-rooms angebaut. Dieser Anbau wird zwischen Outdoor- und Indoor-Growing unterschieden.

Outdoor-GrowingBearbeiten

auch Guerilla-Anbau genannt, bezeichnet den Anbau von Hanf im Freiland. Outdoor-Growing ist in Deutschland und Österreich illegal, in der Schweiz und den Niederlanden wird er zumeist geduldet beziehungsweise ignoriert. Es gibt zwei Arten des Guerilla Anbaus. Einerseits das anpflanzen für den Eigenbedarf, um sich von den Gefahren des Schwarzmarktes zu entgehen und um perfekte Reinheit zu erhalten. Andererseits das anpflanzen um es auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

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Growhouse

Indoor-GrowingBearbeiten

auch Heimanbau genannt bedeutet das Anbauen von Hanf in Innenräumen zumeist unter Kunstlicht. Ähnlich wie beim Outdoor-Growing gibt es beim Indoor-Growing zwei Arten zu unterscheiden. Zum einen gibt es kleine ausschließlich zum Eigenbedarf angebaute Pflanzen zum anderen gibt es kommerziell betriebene Hanfplantagen mit hunderten und sogar tausenden von Hanfpflanzen, die für den Schwarzmarkt produziert werden.

KonsumBearbeiten

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Beschreibung zur Herstellung eines Joints

Die meisten Konsumenten rollen das lose Marihuana zusammen mit Tabak in eine Zigarette, welche „Joint“ genannt wird. Es kann in der Wasserpfeife oder in der „Bong“ genannt werden, in verschiedene Nahrungsmittel gemischt oder als Tee gebrüht werden. Es ist auch in Zigarren aufgetaucht, die "blunts" genannt werden.

Wirkstoffe und WirkungBearbeiten

Beim Rauchen tritt die Wirkung in der Regel direkt nach dem Konsum ein und dauert je nach Dosis und Stoffqualität ein bis vier Stunden. Der Rausch endet nicht abrupt, sondern klingt langsam aus. Bei der oralen Einnahme von Cannabis baut sich die Wirkung erst langsam auf. Oft ist sie erst nach viel später nach der Einnahme bemerkbar und kann zwei bis 10 Stunden andauern. Die Dosierung ist daher wesentlich schwieriger, da der Rausch verzögert eintritt.

Wie Cannabis wirkt, hängt von vielen Faktoren ab: Wie es konsumiert wird (Rauchen oder Essen), wie hoch die Konzentration von THC ist, in welcher Umgebung es konsumiert wird und vor allem auch in welcher Stimmung und Befindlichkeit sich die KonsumentInnen befinden - Cannabis verstärkt nämlich häufig die Grundstimmung, sowohl positiv als auch negativ. Bei Ängstlichkeit, Bedrücktheit oder psychischen Problemen sollte daher auf jeden Fall auf den Konsum verzichtet werden!

Der Konsum von Cannabis führt zu Stimmungs- und Wahrnehmungsveränderungen (höhere Empfindlichkeit für Licht, Musik, Farben, Lachdrang), veränderter Zeitwahrnehmung, Konzentrationsstörungen und Verlangsamung der Reaktionszeiten. Cannabis-Konsum bewirkt Gefühle wie Entspannung, innere Ruhe, Ausgeglichenheit, Wohlbefinden, leichte Euphorie und eine Befreiung von Ängsten.

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Im Gehirn bindet sich THC an die sog. Cannabinoid-Rezeptoren, deren genaue Funktionen noch nicht bekannt sind. Eine große Anzahl dieser Cannabinoid-Rezeptoren befindet sich in einer Gehirnstruktur, die für das Merken neuer Inhalte zuständig ist. Das erklärt, warum Personen sich unter dem Einfluss von Cannabis kaum etwas merken können und eine veränderte Zeitwahrnehmung haben. Weitere Cannabinoid-Rezeptoren finden sich am Kleinhirn, der Gehirnregion, die für automatische Bewegungen wie gehen verantwortlich ist (daher die Koordinationsschwierigkeiten unter Einfluss von Cannabis).

Auf den Körper wirkt Cannabis meist anregend (Pulsbeschleunigung, Austrocknen der Mundschleimhäute, erweiterte Pupillen), später dann entspannend und einschläfernd.

Risiken und AbhängigkeitBearbeiten

Cannabis kann zu Übelkeit, Schwindel und auch zu Angstzuständen führen, v.a. bei erstmaligem Konsum. Bei hohen Dosen kann es neben Kreislaufproblemen zu unangenehmen Intensivierungen emotionaler Reaktionen und leichten Veränderungen von Sinneseindrücken, im schlimmsten Fall zu Paraneua und depressiven Verstimmungen kommen.

Hoher Cannabiskonsum über längere Zeit kann zu Verminderung der Aufmerksamkeit, Konzentration und Lernfähigkeit führen sowie zu Gedächtnisproblemen. Außerdem kommt es, ähnlich wie bei ZigarettenraucherInnen, zu einer gesteigerten Anfälligkeit für Atemwegsbeschwerden wie Bronchitis, Luftröhren- und Lungenentzündung. Schäden für das Immunsystem und die Erbanlagen können nicht ausgeschlossen werden.

Der auftretende Durst beim Abklingen der Wirkung sollte nicht mit Alkohol gelöscht werden. Einige KonsumentInnen benützen Cannabis "zum Runterkommen" von aufputschenden Drogen wie Speed oder Ecstasy. Die Wirkung dieser Substanzen kann dabei gedämpft und verringert werden, kann aber auch zum Gegenteil führen und die Rauschwirkung verstärken. Mischkonsum stellt eine noch stärkere Belastung für den Körper dar und macht Angstzustände sowie erschreckende Halluzinationen wahrscheinlicher.

Cannabis macht körperlich nicht abhängig, kann aber zu psychischer Abhängigkeit führen, die bei regelmäßigem Konsum (täglich "einrauchen") entstehen kann. Der Konsum von Cannabis kann zur Gewohnheit werden, da die Wirkung als angenehm empfunden wird und viele es gut finden, gemeinsam mit anderen zu konsumieren. Stimmungen wie Ärger oder Frust können durch Cannabis kurzfristig beeinflusst werden, langfristig wird die Grundstimmung durch regelmäßigen Konsum jedoch schlechter, und es gibt immer mehr Anlässe zu "kiffen". Cannabis kann damit zum ständigen Begleiter, zur Fluchtmöglichkeit, zum scheinbaren Problemlöser werden, es wird nach und nach verlernt, anders mit Gefühlen umzugehen.

Anzeichen für eine typische Abhängigkeit sind; ein regelmäßiger und dauerhafter Konsum, sich nicht vorstellen zu können, den Alltag ohne Cannabis (Marihuana) durchzustehen, innerlich unruhig werden, wenn nichts mehr zu rauchen da ist, nervös, gereizt und angespannt zu sein, vielleicht auch ängstlich und depressiv zu werden, wenn man mit dem Konsum von cannabis aufhört, sich zwar vorzunehmen nichts mehr zu konsumieren oder die menge zu reduzieren, es aber nicht zu schaffen.


RechtslageBearbeiten

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Marihuana legal/ illegal/ ..

DeutschlandBearbeiten

Cannabis ist nach wie vor illegal und fällt unter die Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes. Der Erwerb, der Besitz, die Ein- und Ausfuhr, die Überlassung an und Verschaffung für andere (Weitergabe und Verkauf) sind gerichtlich strafbar und kann Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen. Auch die Übergabe eines Joints in einer Runde - ohne einen Zug zu machen - kann im Prinzip strafrechtlich als Besitz oder Weitergabe verfolgt werden.

Bei einer Anzeige wegen des Besitzes oder Erwerbs einer geringen Menge von Cannabis zum eigenen Gebrauch wird die Anzeige von der Staatsanwaltschaft für eine Probezeit von zwei Jahren vorläufig zurückgelegt (§35 SMG). In diesem Fall wird von der Gesundheitsbehörde überprüft, ob eine sog. gesundheitsbezogene Maßnahme wie ärztliche Behandlungen und Kontrollen, Harnproben, psychologische oder psychotherapeutische Betreuungen notwendig sind oder ob darauf verzichtet werden kann. Wenn es innerhalb der letzten fünf Jahre keine Anzeige wegen des Erwerbs oder Besitzes von Suchtgiften gegeben hat, kann die Staatsanwaltschaft auf die Auskunft der Gesundheitsbehörde auch verzichten und die Anzeige sofort zurücklegen.

NiederlandeBearbeiten

In den Niederlanden ist Cannabis illegal, wird jedoch geduldet, was zur Folge hat, dass der Besitz geringer Mengen bis zu 5 Gramm straffrei bleibt und Cannabisprodukte, unter bestimmten Bedingungen, in so genannten Coffee Shops verkauft werden dürfen. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Droge Cannabis hat dadurch stark zugenommen und die Strafverfolgung wird in dieser Hinsicht nur sehr oberflächlich betrieben. Diese Coffee Shops müssen sich allerdings über den Schwarzmarkt versorgen, da die Herstellung von Cannabisprodukten weiterhin verboten ist.

ErfahrungsberichteBearbeiten

http://www.ciao.de/marihuana_com__Test_8682496 http://www.imedo.de/community/stories/show/1083-bleivergiftung-durch-marihuana-und-kiffen http://www.technoguide.de/overdose/hasch.html

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